Schonendere Implantologie
Die aktuellen Entwicklungen in der dentalen Implantologie haben das Ziel, eine Implantatinsertion möglichst minimal-invasiv zu gestalten und gleichzeitig eine sichere Einheilung des Implantates zu gewährleisten.
Ältere Patientinnen und Patienten haben häufig einen dünneren Kieferknochen. Für eine konventionelle Implantattherapie musste in vielen Fällen bislang Knochen neu aufgebaut werden, da der Kiefer zu stark resorbiert war.
Mit neu entwickelten, durchmesserreduzierten und dennoch stabilen Implantaten kann in vielen Fällen auf einen aufwändigen Knochenaufbau verzichtet werden.
Auch der Einsatz klassischer Implantatlängen ist im Unterkiefer durch den Unterkiefernerv und im Oberkiefer durch die Kieferhöhle begrenzt. Bei ausgeprägtem Knochendefizit ermöglichen längenreduzierte Implantate heute oft eine Versorgung, die früher nur mit einem vorherigen Knochenaufbau möglich gewesen wäre.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Ziel der modernen Implantologie ist eine möglichst schonende Implantatinsertion bei sicherer Einheilung.
- Bei dünnerem Kieferknochen, wie er häufiger bei älteren Patientinnen und Patienten vorkommt, kann in vielen Fällen auf einen Knochenaufbau verzichtet werden.
- Durchmesserreduzierte, aber weiterhin stabile Implantate ermöglichen eine schonendere Versorgung.
- Längenreduzierte Implantate können bei ausgeprägtem Knochendefizit eine Alternative zu einem vorherigen Knochenaufbau darstellen.
